,,Die Sache mit dem Vogel“ – Theater hautnah im Klassenzimmer

Ein Klassenzimmerstück, das tief berührte, nachdenklich stimmte, aber zugleich auch informierte, wurde den 8. Klassen in der Woche vor den Faschingsferien präsentiert.

Das Ein-Personen-Stück wendet sich direkt an die jungen Zuschauer, indem diese zu Mitschülerinnen und Mitschülern der Protagonistin Mikes werden. Der eigentlichen Handlung voraus geht ein Vorfall in der Turnhalle mit einem verletzten Vogel, der dazu führte, dass das Mädchen die Klasse verlassen soll. Durch eine Präsentation zum Asperger-Syndrom, unter dem sie seit frühester Kindheit leidet, erhofft sich Mike Verständnis für ihr Anderssein.  Auf berührende und aufrichtige Weise fordert sie ihre Klasse dazu auf, die Welt aus ihrer Perspektive zu betrachten, und wirbt für Toleranz und Akzeptanz in der Klasse.

Nach der beeindruckenden Darbietung Marie Lemmles in der Rolle der Mike dürfte jedem Zuschauer klar geworden sein, wie es ist, wenn man die Welt anders wahrnimmt als die meisten anderen Menschen, und warum es dadurch auch oft zu Missverständnissen kommt.

Marie Lemmle / Fotos: Jürgen Bartenschlager
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