Während der Fastenzeit haben wir, die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen bei Frau Rawlings im evangelischen Religionsunterricht, den Raum der Stille unserer Schule in einen Gebetsraum verwandelt. Unser Ziel war es, einen Ort zu gestalten, an dem man kurz aus dem Schulalltag heraustreten, zur Ruhe kommen, über wichtige Fragen des Lebens nachdenken und sich mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzen kann: mit Schuld und Vergebung, mit eigenen Hoffnungen für die Welt oder mit dem eigenen Selbstbild.
In Gruppen haben wir insgesamt sechs Gebetsstationen geplant und vorbereitet. Jede Gruppe entwickelte eine eigene Idee, organisierte die Materialien und schrieb eine kurze Anleitung, damit Besucherinnen und Besucher die Stationen selbstständig nutzen können. Einige Stationen luden dazu ein, Gedanken öffentlich zu teilen – zum Beispiel an einer „Stillen Wand“, an der man Wünsche oder Sorgen auf Klebezettel schreiben konnte. Andere Stationen, wie die Klagemauer oder die Knicklicht-Gebete, waren eher für die persönliche und stille Reflexion gedacht.
Wir haben auch andere Religionsklassen und Ethikgruppen eingeladen, unseren Gebetsraum zu besuchen. Unsere Stationen wurden von verschiedenen Jahrgangsstufen genutzt und boten vielen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, kurz innezuhalten.
Das Feedback war durchweg positiv. Für uns war es ein besonderes Projekt, weil wir selbst Verantwortung übernehmen konnten und erlebt haben, wie ein von uns gestalteter Raum zu einem Ort der Ruhe und des Nachdenkens für viele Menschen in unserer Schule werden kann.
Simone Rawlings und die SchülerInnen der 7ab cd und ik